Dienstag, 19.07.2016, 20 Uhr
Kino Waldhorn (Rottenburg)

Das Fukushima Projekt

Dokumentarfilm der Aufführung FukushimaRequiem0311
Tübingen 2016
Regie: Angelika Reicherter
Musik: Adrian Oswalt
Laufzeit: 85 min. | FSK ab 0

Der Link zur Ankündigung:
http://www.kinowaldhorn.de/index.php/8-aktuelle-filme/196-das-fukushima-projekt

 

FukushimaRequiem0311 zum 5. Jahrestag der Nuklearkatastrophe

Musik: Adrian Oswalt   www.adrianoswalt.com
Text:    Martin Roos      www.martinroos-autor.de

Management: Ingo Straten www.ingostraten.de
Grafik, Bühnenbild: Thomas Di Paolo www.dipaolo.de

Der Flyer zum Requiem

Uraufführung:

Freitag, 18. März 2016, 20 Uhr
Neckarkraftwerk Tübingen, Brückenstraße

 

 

Das FukushimaRequiem0311 erzählt die Geschichte der Nuklearkatastrophe vom 11. März 2011 im Nordosten Japans. Zum einen ruft es die Ereignisse des Unglücks in Erinnerung. Zum anderen lässt es in vielen Stimmen die Menschen zu Wort kommen, die die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi miterleben mussten. Im Fokus stehen Emotionen wie Angst, Trauer und Verzweiflung, aber auch Hoffnung, Stolz und Überlebenswille.

Der Text ist wie ein Opernlibretto angelegt. Die Rezitative beschreiben die nüchterne Chronologie des Reaktorunglücks. Die wie Arien komponierten Gesänge spiegeln die Emotionalität wider – auf Grundlage von Original-Zitaten von Japanern aus der betroffenen Region und neuen Texten.

Die Musik basiert auf japanischen und europäischen Klangstrukturen. Tonale und atonale Klänge wechseln sich ab. Akustische Instrumente treffen auf elektronische Klangfarben. Die Musik möchte die Tragödie nachzeichnen und gleichzeitig Hoffnung vermitteln.

Mit dem FukushimaRequiem0311 wollen wir nicht anklagen. Es geht uns nicht um Schuld oder Unschuld. Wir wollen niemanden bloßstellen. Es ist auch nicht unsere Intention, den Sinn oder Unsinn von Atomkraft zu diskutieren oder politische Parteien gegeneinander auszuspielen.

Die Natur- und Nuklearkatastrophe von Fukushima steht für uns sinnbildlich für die menschliche Tragödie. Sie zeigt das Wirken von Macht und Ohnmacht. Sie steht für den Zwiespalt von Gefühlen, denen Menschen in dramatischen Zeiten ausgesetzt sind und mit denen sie umgehen müssen.